Berliner Morgenpost 08. März 2018
Griechischer Abend mit Liedermacher Klaus Hoffmann
Der 65-jährige begeistert seine Fans in der Bar Jeder Vernunft
Berlin. Das Programm nähert sich bereits dem Ende. Da hat der Berliner Sänger Klaus Hoffmann, der mit seinem Programm "Leise Zeichen" gerade zurückgekehrt ist in die Bar jeder Vernunft, nach mehr als zwei Stunden voller bewegender Lieder und launiger Erzählungen eine späte Überraschung parat. Er bittet den griechischen Sänger Michail Sicas auf die Bühne und gemeinsam singen sie "Als wenn es gar nichts wär" und "Morjen Berlin". Der eine auf Deutsch, der andere auf Griechisch. Und durch die fremde Sprache entwickeln die Lieder ein völlig neues Eigenleben.

Sicas, der in der Schweiz lebende Sänger und Schauspieler, ist seit vielen Jahren ein großer Bewunderer von Klaus Hoffmann. Und ebenso lange beschäftigte ihn die Idee, Hoffmanns Lieder ins Griechische zu übertragen, was sich zunächst ob der so unterschiedlichen Sprachen als langwierige Unternehmung erwies. Im Herbst vergangenen Jahres aber nahm das ambitionierte Projekt Form an und mit "Se Arhaio Nero" veröffentlichte Michail Sicas ein Album mit 13 Hoffmann-Liedern voll mediterraner Melancholie, darunter auch "Blinde Katharina", das in seiner Version klingt, als wäre es schon immer ein Klassiker der griechischen Musik gewesen.

Warum er denn auf die Idee gekommen sei, ausgerechnet seine Lieder zu singen, will Hoffmann auf der Bühne wissen. Sicas antwortet, so wie für Hoffmann Jacques Brel zu einer Art Ziehvater geworden ist, sei Hoffmann für ihn, einen Vertreter der jüngeren Generation, zum großen Vorbild geworden. Bei "Als wenn es gar nichts wär" wechseln sie sich gegenseitig bei den Strophen ab, meistern es auch, den Refrain zweisprachig zu singen. Eine faszinierende Kombination. Mächtig braust Applaus auf für diese ungewöhnliche Einlage, von der so mancher im Publikum gern noch mehr gehört hätte. Im Alleingang lenkt Klaus Hoffmann, wie stets hochversiert begleitet von Pianist Hawo Bleich, den Abend Richtung Finale.

Hoffmann setzt gefühlvolle Passagen gegen komödiantische Elemente

Mit dem treibenden "So lang her", einer stakkatohaften Reminiszenz an die wilden Siebziger Jahre, hatte Hoffmann seine One-Man-Show eröffnet. Er erzählt viel vom Leben in Berlin, von seiner Jugend in den 50er-Jahren, vom Sturm und Drang der Sechziger - und vom Jacques Loussier-Konzert in der Berliner Philharmonie, stilecht untermalt von Pianist Hawo Bleich. Gern kokettiert der 65-Jährige mit seinem Alter, das man ihm natürlich längst nicht ansieht. Er plaudert pointiert, ironisch und in gespielter Schusseligkeit von den Zeiten, die seine Lieder geprägt haben.

Den "Kreuzberger Walzer" singt er und "Weil Du nicht bist wie alle andern", "Die Stadt hat heute dein Gesicht" und natürlich "Blinde Katharina". Aber auch "Lass mich bei dir sein" von Hildegard Knef, "Sie" von Charles Aznavour und "Amsterdam" und "Frida" von Jacques Brel. Dazu viele neue Lieder, wie das barjazzverliebte "Es regnet immer auf Sylt" und das sehnsuchtsvolle "Ich hätte so gern diesen Walzer mit ihr getanzt". Immer ist er ganz nah am Publikum, setzt geschickt gefühlvolle Passagen gegen komödiantische Elemente.

Das Publikum dankt mit regem Zwischenapplaus, singt bei manchen Refrains textsicher mit. Ein Vollblut-Entertainer, der es auch versteht, anfängliche Tücken der Bühnentechnik lässig ins Programm einzubinden. Und als sei das alles nicht genug, überrascht er dann auch noch mit Bühnengast Michail Sicas, allerdings nur an diesem Premierenabend. "Mein Weg" gibt es, fast schon traditionell, als allerletzte Zugabe. Noch bis zum Sonntag kann man Klaus Hoffmanns "Leise Zeichen" live in der Bar jeder Vernunft erleben.
Trierischer Volksfreund 13. Februar 2018: Klaus Hoffmann - Ich habe immer zwischen den Zeilen gelesen
Klaus Hoffmann singt, schauspielert und schreibt seit 50 Jahren. Ein Allroundkünstler mit gewaltigem Erfahrungsschatz.
Trier. Vor seinem Konzert in Trier erzählt der Sänger Klaus Hoffmann im TV-Interview von seinen Erinnerungen an die Moselstadt, von Berlin, vom Musikgeschäft und seinem Antrieb, immer weiter zu machen.
Von David Falkner
Sänger, Schauspieler, Buchautor – es gibt wenig, was der Berliner Klaus Hoffmann in seiner mehr als 40-jährigen Künstlerkarriere noch nicht gemacht hat. Bekannt ist der 67-Jährige vor allem für seine Chansons. Im Gespräch mit Redaktionsmitglied David Falkner gibt er Einblicke in seinen Schatz an Gedanken und Erinnerungen und wird dabei auch ein kleines bisschen sentimental.


Guten Tag! Von wo rufen Sie an? Aus Trier, ist das richtig?


Ja, richtig. Guten Tag, Herr Hoffmann.

Wissen Sie, welche wesentliche Erinnerung ich an Trier habe? Ich habe mir da mal einen tollen Wintermantel gekauft. Außerdem weiß ich, dass ich an einem Buch geschrieben habe, als ich das letzte Mal in Trier war. Ich saß in meinem Hotelzimmer, und da war so eine schöne, alte Wand. Die habe ich lange und gerne angesehen, und ja, daran erinnere ich mich.

Sie sind ja Ur-Berliner, Herr Hoffmann. Von Trier aus gesehen ist die deutsche Hauptstadt ziemlich weit weg. Was verbinden Sie denn noch so mit Trier außer alten Wänden und Wintermänteln?

Trier ist für mich vollmundig. Die Stadt liegt ja im Grenzgebiet zu Frankreich, und in solchen Grenzgebieten haben die Menschen immer eine besondere Mentalität. Auch wenn ich an die Europahalle denke, wo ich im März auftrete, dann ist das für mich durchaus mit Emotionen verbunden: Das ist ja kein Theater oder irgendeine Bühne, das ist ja ein riesiger Ort der Musik. Ich kann nicht sagen, dass ich alle Musik mag, die in solchen Hallen gespielt wird. Aber ich, als Sänger Klaus Hoffmann, schöpfe aus alten Liedern, und da passt mir die Europahalle mit ihrer Musikalität doch sehr gut.

Wie würden Sie Ihre eigene Musik denn beschreiben?

Der Chanson trägt mich, die Folkmusik und die amerikanischen Einflüsse. Immer Erzähler.

Ein wichtiges Thema Ihrer Musik ist Berlin. Was, denken Sie, macht die Hauptstadt für die Hörer interessant?

Den Zusammenhang zwischen Berlin und Städten wie Trier sehe ich in den Themen, die in allen Städten mehr oder weniger gleich sind. Wenn die Leute den Namen Berlin hören, dann denken viele an Touristen-Klischees, an volle Straßen und solche Sachen. Mir geht es aber um etwas Universelles, um das Gefühl, in der Stadt gefangen zu sein. Ich denke, ich mache es da ähnlich wie es beispielsweise Jac­ques Brel (belgischer Chansonsänger, die Red.) mit Paris gemacht hat: Er besingt die Stadt wie eine Frau. Und er bleibt der Liebende. Das Verändern, das Durch-Mauern-Gehen, darum geht es in meiner Musik. Da ist Berlin am Ende nur ein Beispiel, das gibt es auch anderswo.

„Leise Zeichen“ ist der Titel Ihrer aktuellen Tour. Ist das etwas, was Sie heutzutage betonen wollen? Leise Zeichen als Kontrapunkt zu unserer modernen Zeit, die oft als hektisch wahrgenommen wird, und in der es auch politisch wieder unruhiger geworden ist? Oder kommt das eher aus Ihnen selbst und hat wenig mit äußeren Einflüssen zu tun?

Es ist beides. Auf der einen Seite geht es um die gesellschaftliche Dimension, aber der Titel entspricht auch einfach meinem Charakter. Ich habe immer zwischen den Zeilen gelesen, und das machen die meisten Menschen, gerade momentan in dieser unruhigen Zeit, wo alle ziemlich verdeckt agieren und sich an die Realitäten anpassen.

Seit mehr als 40 Jahren stehen Sie auf Deutschlands Bühnen. Das ist natürlich auch ein gewaltiger Erinnerungsschatz. Was funktioniert im Musikgeschäft denn heute anders als früher?

In den 80er Jahren waren alle aufs Geld aus, allerdings sind sie das heute noch viel mehr. Aber damals war alles mehr menschenabhängig. Ich hatte Glück, ich traf viele Männer und Frauen, die mich weiterbrachten, die mich förderten. Die Leute wurden früher eher entdeckt. Heute, denke ich, werden die Künstler eher nur für kurze Zeit begleitet. Zudem habe ich das Gefühl, dass alle unter einem riesigen Druck arbeiten. Jeder sagt den Künstlern, wie sie zu sein haben und was sie zu tun haben, jeder weiß es besser als die Künstler selbst. Das ist doch enorm schwierig. Es war zu unserer Zeit auch so, man liebte aber mehr, man konnte sich das leisten, man flog ein bisschen höher. Nicht nur um der Kommerzialität willen. Also noch mal wollte ich das nicht machen – aber ich glaube, das stimmt nicht so, ich würde es immer wieder machen.

1975 ist Ihr erstes Album erschienen, seitdem kam alle zwei Jahre ein neues, und zwar ohne Pause. Ganz nebenbei haben Sie auch noch mehrere Bücher verfasst. Woher nehmen Sie diese Energie?

Das Schreiben ist für mich Lust und Frust, das ist die Art, wie ich mich äußere, ist ein wenig manisch. Das klingt jetzt ein wenig kokett, ist aber so. Mein Lebensmittel. Kunst eben, oder Kunststückchen, wie Franz Josef Degenhardt (deutscher Liedermacher, die Red.) es einmal von sich sagte. Aber ich vertreibe mir damit auch die Zeit. Ich erhalte mich so am Leben. Ich habe ja eigentlich als Schauspieler angefangen. Und will dahin auch wieder zurück, wenn das in meinem Alter noch funktioniert. Zu Beginn meiner Sängerkarriere habe ich manchmal das Gefühl gehabt, dass ich auch als Sänger eine Rolle spiele. Früher war mir in erster Linie wichtig, dass ich nicht irgendein Serienschauspieler werde. Heute denke ich, so eine Rolle als französischer Kommissar würde mir doch sehr gut stehen. Ich muss aber auch sagen: Das Sängerdasein erfüllt mich. Ich bin jetzt der Sänger, den ich mein Leben lang in mir gesucht habe. Mal sehen, was kommt.

Gibt es konkrete Pläne, zum Film zurückzukehren?

Nein, konkrete Pläne gibt es nicht. Ich habe vor Jahren für meinen Roman „Der Mann, der fliegen wollte“ ein Drehbuch geschrieben, aber das wollten die Produzenten nicht haben. Es war ein langer Ritt, und dann ließ ich es ruhen. Aber ich bin dabei, ich schreibe bald einen neuen Stoff. Ich halte die Augen auf.

Klaus Hoffmann singt im Rahmen seiner Tour „Leise Zeichen“ am Mittwoch, 14. März, 20 Uhr, in der Europahalle in Trier.

Karten für das Konzert gibt es im TV-Service-Center Trier, unter der TV-Tickethotline 0651/7199–996 sowie unter www.volksfreund.de/tickets
Braunschweiger Zeitung 19.12.2017
Der Sänger Klaus Hoffmann trat im Staatstheater auf
"Der Mann mit der wunden Seele"
Von Ann-Claire Richter
Da stehen sie, jubeln, klatschen, toben und fordern ihn lautstark auf die Bühne zurück, obwohl die Rausschmeißer-Musik im Saal längst aufgedreht ist. Klaus Hoffmann hat ganze Arbeit geleistet. Das Publikum im Großen Haus des Staatstheaters will den Troubadour mit der immer noch so wund scheinenden Seele nicht ziehen lassen, kann nicht genug bekommen von diesem Mann, der sich so nahbar, so verletzlich zeigt und seine Befindlichkeiten in wunderbare Worte kleiden kann. Der so kluge Zeilen schreibt wie „Nur weil ich vermute, dass ich sehend bin, brauch ich doch nichts erkennen“ und der sich über sein Publikum ebenso lustig macht wie über sich selbst.
Ein Hoffmann-Konzert ist ein Abend der Kontraste. Laut, leise, poetisch, brachial. Diesen einen Abend in Braunschweig widmet er Gerlinde, die eigentlich Annagerlinde heißt und die er schon vor Jahrzehnten in seinem Lied „Gerda“ verewigt hat. Anna-Gerda-Gerlinde Dodenhoff, die kluge Studienfreundin aus der Schauspielschule, die später Wolfgang Gropper heiratete, der später Theaterintendant in Braunschweig wurde. Er starb im vergangenen Jahr. Hoffmann weiß auch nach einem anstrengenden Tournee-Marathon genau, in welcher Stadt er sich befindet.
Es ist der zunächst letzte Abend der „Leise Töne“-Tour durchs Land. Noch einmal alles geben, alle Kräfte mobilisieren, weil die etwas verhaltenen Braunschweiger aus der Reserve gelockt werden wollen. Doch Hoffmann ackert vorbildlich. Das Programm ist eine ausgewogene Mixtur aus alten Songs und neuen. Gauklerisch verleimt durch seine so eigenwilligen Text-Überleitungen. Manchmal nur Satzfetzen, die wie Seufzer klingen. Ach ja, damals. Als alles so verwirrend und aufregend war. Als alle anderen so clever und politisch waren und er so naiv und ungebildet. „Mein Weg ist mein Weg ist mein Weg“ wird er ganz am Ende singen. Klaus Hoffmann, der unruhige Zweifler, der sich letztlich doch als recht unbeirrbar erwiesen hat.
Dabei ist er Schauspieler durch und durch. Erzählt seit so vielen Jahren, so vielen Abenden die immergleichen Geschichten, als wär’s das erste Mal. Und trifft damit offenbar immer noch den Nerv, mitten hinein in die – vielleicht auch wunden – Seelen seiner Zuhörer. Gefühlig, pathetisch, selbstmitleidig. Er, „der alte Sack“, dem die 66 Jahre in die Knochen gefahren sind. Manchmal schleicht er wie ein Greis, um Sekunden später wie ein Jüngling über die Bühne zu tänzeln.
Auf Klaus Hoffmann ist Verlass: Seine Themen sind und bleiben die schweren und doch so verheißungsvollen Nachkriegszeiten, Aufbruch und Sinnsuche, Liebe und Scheitern – und immer auch Berlin. Er besingt die großen Gefühle und den Dauerregen auf Sylt und verzweifelt, weil die Braunschweiger bei „Derselbe Mond über Berlin“ zu wenig Traute zum Mitsingen zeigen. Wohl denen, die textsicher sind, denn Hoffmann neigt zum Nuscheln.
Ihm zur Seite am Klavier: der treue Begleiter Hawo Bleich. Ein großartiger Pianist, der an technischem Gerät auch dezente Sounds zaubert. Das ist mehr als Lückenbüßerei. Ein gefühliger, schöner Abend, der für nachhaltige Erinnerungen taugt.
Kölnische Rundschau: "Raus aus der Komfortzone"
"Leise Zeichen" im Gloria: Klaus Hoffmann lässt sein musikalisches Leben Revue passieren
von Barbro Schuchardt
Da steht der 17-jährige mit der Schlaghose und der Gitarre vor der Berliner Szenekneipe und bittet ": Ich möchte bei euch singen!". Mit nichts als "Knef und die Internationale im Gepäck". Und der ruppige Typ vom Club lässt ihn. Jetzt weiß Klaus-Dieter Hoffmann, der Kaufmanns-Lehrling aus bescheidenen Verhältnissen: "Wenn ich's hier schaff, schaff ich's überall"! Nur den "Dieer" will er unbedingt loswerden und nur noch der Klaus sein.
Am Sonntagabend nahm der 66-jährige Sänger, Schauspieler und Romanautor sein Publikum im ausverkauften Gloria unter dem Motto "Leise Zeichen" mit auf eine Reise durch sein Leben. Erinnerungen, in denen sich viele im Publikum wiederfinden. Lieder zum leisen Mitsingen, zum Träumen, über die Liebe ("Weil du nicht bist wie alle andern", Es ist der selbe Mond").
Hoffmann erzählt von der unvergesslichen Reise nach Afghanistan 1969, als "eine ganze Hippie-Generation auf der Flucht war". Manchmal wünscht er sich diese Zeit des Aufbruchs und der Sinnsuche zurück. "noch mal raus aus der Komfortzone". Doch wie die meisten seiner Generation ist er etabliert, die Vergangenheit romantisch verklärt.
Der Berliner, am Piano einfühlsam begleitet von Hawo Bleich, findet in jeder Minute seines wunderbaren Konzerts den richtigen Ron zwischen Gefühl und sanftem Revoluzzertum, garniert mit selbstironischen Glanzlichtern. Natürlich durften Lieder von Jacques Brel ("Amsterdam", "Ne me quitte pas", "Ces gens-la") und Charles Aznavour ("Les deux guitarres", "Tous les visages des l'amour") - alle auf Deutsch - nicht fehlen bei diesem französischsten aller deutschen Sänger. Großartig, wie sich hier Zartheit mit Agression, Trauer mit Nostalgie verbindet!
Das begeisterte Publikum ließ die beiden Musiker auch nach zweieinhalb Stunden kaum von der Bühne gehen. Und man hatte das Gefühl, auch sie selber würden am liebsten noch lange so weiter machen.
Ein Trost für alle, die dieses "Kammerkonzert" verpasst haben: Am 14.11.2018 kommt Klaus Hoffmann mit seiner Band in die Philharmonie. Und das Live-Album "Glaube Liebe Hoffmann" mit einer Aufzeichnung aus dem Berliner Friedrichstadt-Palast (auf drei CDs plus DVD!) gibt es schon jetzt.
Helmstedter Nachrichten, 02.11.17:
"Leise Lieder klingen diesmal wie Choräle"
Klaus Hoffmann singt zum Abschluss des Luther-Spektakels im Kaiserdom
Königslutter. Ein ganz besonderer Gast war am Reformationstag zum Luther-Spektakel im Kaiserdom zu Königslutter: Klaus Hoffmann, Liedermacher, Schauspieler, Autor - ein Star der Chansonniers.
Unser Leser Horst Schwirz aus Helmstedt schrieb uns nachher: "Ich weiß nicht, wie es Pröpstin Martina Helmer Pham Xuan gemacht hat, aber Klaus Hoffmann zum Reformationsjubiläum in den Kaiserdom zu holen, um mit ihm über die Kirche, die Reformation und das Leben zu sprechen, war schon etwas ganz Besonderes."
Klaus Hoffmann erzählte aus seinem bewegten Leben. Seine Reise nach Afghanistan berührt - es ist so, als hole einen die Geschichte immer wieder ein. "Krieg und Zerstörung ist immer gegenwärtig, auch heute noch", sagt er dem Publikum. Die Pröpstin stellte Fragen auch zum Thema Kirche: "Was müssen wir als Kirche tun, um wieder attraktiver zu werden?" "Na, Gott ist schon mal da", erwiderte Hoffmann. Da, wo es um die wichtigen Dinge im Leben geht, reichen wenige Worte. So auch auf die Frage, was er der Jugend rät: "Macht die gleichen Fehler wie wir, aber sprecht mit uns darüber!"
Dann aber spielte Klaus Hoffmann seine Lieder, eigentlich als "Leise Zeichen" deklariert. Doch in dieser "heiligen Kirche", dem Dom zu Königslutter, klangen sie wie Choräle. Der Nachhall erzeugte eine eigene Stimmung, die selbst Hoffmann beeindruckte. red